Atalanta von Theater Kaendace.
Eine poetische, erschütternde und hoffnungsvolle Inszenierung über Mütter, Mythen und die Last, die niemand allein tragen kann.
Premiere am 06. Mai 2026 um 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: Freitag, 08. Mai; Samstag, 09.Mai; Dienstag, 12. Mai; Mittwoch, 13. Mai; Freitag, 15. Mai; Samstag, 16. Mai; Dienstag, 19. Mai und Mittwoch, 20. Mai
Mit: Kateřina Černá (Text), Anja M. Wohlfahrt( Regie), Sonja Kreibich und Sissi Noé (Spiel), Kathrin Eingang (Bühne), Grilli Pollheimer (Musik)
Atalanta
Atalanta ist gestrandet – auf der Sandbank vor Atlantis, in einer Welt, die ins Wanken gerät. Die einstige Argonautin steht allein da, mit einem beschädigten Schiff und einem Kind, während Atlas, der die Welt tragen sollte, verschwunden ist. Die Last wird größer, das Wasser steigt.
In dieser mythisch-gegenwärtigen Szenerie begegnet Atalanta erneut Medea. Doch Medea widerspricht dem männlichen Mythos: Keine Mutter tötet ihr Kind aus Rache. Die Geschichten vieler Frauen – überfordert, isoliert, verzweifelt – treten hervor und erzählen von struktureller Gewalt, gesellschaftlichem Versagen und fehlender Unterstützung.
Gemeinsam mit Figuren wie Ada, Axis und den Geistern der Vergangenheit entfaltet sich eine Reise durch Wirbel, Meeresgründe und seelische Abgründe. Atlantis mag sinken – doch die Frauen erzählen weiter.
Kateřina Černá:

geboren 1985 in Česká Lípa (CZ). Studium der Slawistik in Graz, Prag und Odessa, Szenisches Schreiben bei FORUM Text Graz. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Ihre Theatertexte wurden u.a. am Landestheater St. Pölten, Theater Drachengasse und beim spleen-Festival aufgeführt. Peter-Turrini-Stipendium für das Stück Glück. Zuletzt: Lichtjahre sind eine Ewigkeit (in: Federlesen Anthologie 15/2020).
Anja Wohlfahrt:

Anja Wohlfahrt, geboren 1991 in St. Veit an der Glan, absolvierte Ausbildungen in Ballett, Jazz, Modern Dance und Musical sowie ein Studium der Angewandten Kulturwissenschaft, Wirtschaft & Recht. Erste Erfahrungen sammelte sie als Tänzerin am Stadttheater Klagenfurt, Ballettlehrerin und Regieassistentin am Klagenfurter Ensemble. 2016 kam sie zum Ensemble Porcia als Regieassistentin, Choreographin und Regisseurin. Es folgten Stationen am Stadttheater Bruneck und Schauspielhaus Graz, wo sie u. a. mit namhaften Regisseur:innen arbeitete. Seit 2020 ist sie als Regisseurin und Choreographin an verschiedenen Theatern tätig, leitete das InTaKT-Festival Graz und drehte eine Doku über Liebe und Sexualität von Menschen mit Beeinträchtigung. Ab 2024 übernimmt sie gemeinsam mit Christian Winkler die künstlerische Leitung des Theater am Lend und ist ab 2025 im Leitungsteam des Ensemble Porcia; 2025 erhielt sie das Ernst-Binder-Stipendium.
Sissi Noé
geboren 1979 in Graz, studierte Schauspiel an der Linzer Bruckneruniversität. Nach einem Engagement am Linzer Landestheater für die Stücke Volksvernichtung von Werner Schwab und Der kleine Muck von Wilhelm Hauff siedelte sie nach Wien und arbeitete von dort aus als freie Schauspielerin u.a. am Klagenfurter Ensemble, Schlachthaus Theater Bern, Theater Magdeburg, Werk X und Kosmos Theater Wien, Theaterzeit Freistadt und beim steirischen herbst. Sie hat zwei Solostücke entwickelt und ist Mitbegründerin des Grazer Künstlerkollektivs Gruppe Dagmar. Seit 2016 lebt sie wieder in Graz, arbeitete hier in unter anderem mit der Gruppe Theater Quadrat für das Stück WAR ZONE und für mehrere Stücke mit der Gruppe „Vitamins Of Society“ zusammen. In der Spielzeit 2022/23 war Sissi Noé am Grazer Schauspielhaus in den Stücken Der Menschenfeind von Molière (Regie: Markus Bothe) und Judith Shakespeare – Rape and Revenge von Paula Thielecke (Regie: Christina Tscharyiski) zu sehen, in einer Grazer Fassung, die ihre Premiere im Rahmen der Deutschen Autor:innentage am Deutschen Theater Berlin hatte.
Sonja Kreibich

Sonja Kreibich ist eine österreichische Schauspielerin (geboren 1987 in Salzburg), die seit Abschluss ihres Schauspielstudiums an der Schauspielakademie Elfriede Ott in Wien (2016) an zahlreichen Theaterproduktionen in Österreich mitwirkt. Sie arbeitet als Ensemblemitglied u. a. beim Ensemble Porcia und ist in Produktionen in Wien, Kärnten, Vorarlberg und Graz zu sehen. Zu ihren Rollen zählen Theaterstücke wie Die Entführung des Thomas G., Rent a Friend, Lila und Fred oder Born to Fake. Sie ist außerdem in Film‑ und Performance‑Projekten engagiert und hat mit Theaterkollektiven wie WienMaschin und dem Todestheater zusammengearbeitet.
Kathrin Eingang
wurde 1993 in Kärnten geboren, wo sie 2012 ihren
Abschluss an der Modeschule, mit Schwerpunkt Modedesign und
Schneiderei, erlangte. Es folgte ein Architekturstudium an der
Technischen Universität Graz, im Zuge dessen sie ein Jahr an der
London South Bank University absolvierte.
Ausstattungsarbeiten als Bühnen- und Kostümbildnerin erfolgten neben
mehreren Stücken am Schauspielhaus Graz („Leck mich am Arsch, Amore mio“ ;
„Death and all his Friends“;Regie Anja M. Wohlfahrt, „Sexplay“ Regie: Daniel Förster, „I am from Austria 1-5“; Regie: Felix Hafner, „Die Party“; Regie: Lukas
Michelitsch uvm.) auch am Staatstheater Darmstadt („Raus aus dem
Swimmingpool, rein in mein Haifischbecken“; Regie Jochen Strauch), am
Stadttheater Bruneck („Die Stadtmusikanten“; Regie: Anja M. Wohlfahrt),
sowie in der Justizanstalt Karlau in Graz („Biedermann und die
Brandstifter“; Regie: Julia Gratzer, gespielt von den Insassen der Haftanstalt).
Seit der Saison 2025 ist sie Technische Leiterin und Beleuchterin beim Ensemble Porcia.
Grilli Pollheimer
Studium an Kunstuniversität in Graz klassisches Schlagwerk, Jazz, IGP
*studierte auf zahlreichen Reisen in den Iran, Israel, Südkorea, Kongo, Indien unterschiedlichste Musiktraditionen und Trommelkulturen
*arbeitet als Musiker von Musik des Barock über Theatermusik bis hin zu Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten.
*zur Zeit u.a. mit der Jazzformation Tribal Dialects und dem Kollektiv Bender Schulz in ganz Europa unterwegs.
* Zusammenarbeit mit/bei (Auszug) Styriarte, Wiener Festwochen, Musikverein Wien, Porgy & Bess – Wien, International Festival for Contamporary Music Daegu/South Korea, Festival für Neue Musik NIKOSIA, Wiener Burgtheater, Sounding Jerusalem, Wien Modern, La Strada, Billy Cobham, Bill Laurance (Snarky Puppy), Ernst Kovacic, Christian & Wolfgang Muthspiel, Karlheinz Essl, Bobby Previte, Wolfgang Puschnig
Karten
Wir bitten um verbindliche Reservierung unter karten@theaterkaendace.at oder unter der Telefonnummer +43 699 10042281.